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Wie kaufe ich richtig Kinderschuhe oder Fehler, die Sie beim Kauf von Kinderschuhen vermeiden sollten

 

Irgendwann im Laufe eines Jahres auch mehrfach und je nach Alter des Kindes ist es soweit- die Füße brauchen erstmalig oder wieder neue Schuhe. Da passieren schnell mal Fehler, die die Anprobe und den Kauf maßgeblich beeinflussen.

Genügend Zeit einplanen

Planen Sie immer, egal ob Sie mit Laufanfängern, Kleinkindern oder Schulkindern den Schuhkauf vorhaben, genügend Zeit für das Vorhaben ein. Es kann mal gut gehen, daß ein Schuhkauf zwischen zwei Termine schnell eingeschoben wird. Dazu muss das Kind willig sein. Somit ist man sehr schnell am Ende zu einem optimalen Ergebnis für beide Seiten gekommen. Doch das ist nicht immer der Fall. Kleine Kinder haben mitunter ihre eigene „Tagesform“ und die deckt sich nicht immer mit den Vorhaben der Muttis.

Sie haben vor den ersten Schuh für das Kind zu erwerben und wollen sich dafür ausführlich informieren. Dann kommen Sie am Besten zu den Zeiten am Vormittag oder am frühen Nachmittag. Eine intensive Beratung zu Zeiten, wo der Laden voll ist und viele Kunden beraten und bedient werden möchten, geht immer zu Ihren Lasten.

Passende Strümpfe  

Bitte ziehen Sie ihrem Kind passende Strümpfe an. Stoppersocken sind zur Anprobe denkbar ungeeignet. Die Noppen auf der Strumpfunterseite verhindern, dass der Fuß (inbesondere bei gefütterten Schuhen) in den Schuh hinein gleiten kann. Achten Sie bitte zudem auf ein der Saison angepasstes Material und die richtige Größe der Strümpfe. Zu kleine und zu kurze Strümpfe lassen den Zehen keinen Platz und dicke Socken oder Strumpfhosen zur wärmeren Jahreszeit verfälschen die Passform extrem. Möchten Sie dagegen den potenziellen Winterschuh mit dickeren Socken probieren, bringen Sie diese zur Anprobe am Besten mit.

Kind nicht dabei und trotzdem passende Schuhe kaufen    

Auch das kommt vor- das eigene Kind ist gerade nicht dabei und Sie sehen den Traum von einem Kinderschuh schlechthin. Eventuell ist es sogar die richtige Größe? Wer schon einmal Schuhe gekauft hat, egal für sich selbst oder für das Kind, weiss mittlerweile, daß die Angaben auf den Sohlen keine genormte Größenangabe sind sondern lediglich Zahlen sind und je nach Hersteller und Art der Schuhe extrem ausfallen. Wussten Sie z.B. das Turnschuhe immer zwei Nummer größer gekauft werden müssen? Die amerikanischen Größenangaben decken sich nicht mit den deutschen Schuhgrößen. Das Beste ist, wenn Sie ohne Kind Schuhe kaufen, bringen Sie einen Fußabdruck des Kindes (gemalt auf ein Stück Papier) oder die Einlegesohle des zu klein gewordenen Schuhes mit (günstig, wenn sich diese heraus nehmen lässt).

Wieviel Platz vor der großen Zehe ist richtig?

Kennen Sie das? Sie sehen sich die Füße Ihres Kindes an und sind erstaunt, wie groß der neue Schuh dagegen im Vergleich aussieht. Der neue, passende Schuh sollte bei Laufanfängern mindestens 9 – 12 mm, bei versierten Läufern und älteren Kindern gute 15 mm größer sein. Somit muss der neue Schuh größer sein, als der Fuß der drin steckt.

Wer mit Angaben in Millimeter nicht viel anfangen kann, entnehme dem Schuh die herausnehmbare Einlegesohle und stelle das Kind mit dem passenden Fuß darauf. Lassen Sie von der Ferse bis zur hinteren Sohlenkante ca. 3 mm Platz und wenn dann ein 1- Cent- Stück auf den vorderen Sohlenbereich vor der großen Zehe passt- ist er genau richtig. Richtig für die kommende Saison, denn vergessen und unterschätzen Sie niemals das Wachstum der Kinderfüße. Sie wachsen im Schnitt im Monat 2 – 3 mm, also sind Schuhe mit einem Freiraum von 12 mm spätestens nach 3- 4 Monaten zu klein. Wer also zu Beginn einer neuen Saison immer nur Kinderschuhe eine Nummer größer (also für den Kinderfuß nur 6 mm zum Abrollen und Wachstum verbleiben) gekauft hat, hat auf Dauer für sein Kind zu kleine Schuhe gekauft.

Länge ist nicht gleich Weite    

Sie glauben gar nicht wie oft ich diesen Satz schon gehört habe: „Ach naja, wenn wir den Schuh jetzt mit Sohle kaufen, nehmen wir später einfach die Sohle heraus, wenn der Schuh zu knapp geworden ist.“ Toll, wenn es so einfach wäre, denn dann würden alle Eltern die Schuhe Ihres Kindes fortan mit zweiter Sohle kaufen. Damit nicht aller viertel oder halben Jahre neu gekauft werden muss. Leider ist dies ein Trugschluss, denn mit dem Einlegen einer Sohle machen Sie den Schuh nicht kürzer sondern schmaler. Sie nehmen lediglich Weite aus also „Luft“ aus dem Schuh. Wenn dieser sich in der Weite nicht so verstellen lässt, wie es der Kinderfuß für einen optimalen Halt bräuchte. Zum Beispiel bei Hausschuhen. Muttis von Kindern mit schmalen oder super schlanken Füßen wissen was ich meine. Klar doch, deswegen kauft auch der Laie die Schuhe eine Nummer kleiner, wenn das Kind aus dem Schuh rutscht und meint nun alles richtig gemacht zu haben.

Sorry- das war jetzt ironisch gemeint aber genau so ist des im Alltag. Die wenigsten Eltern kennen sich mit den unterschiedlichen Weiten aus… und mit der eigentlichen Weite des Fußes Ihres Kindes. Wußten Sie, dass es mittlerweile 5 wieder Weiteneinteilungen bei Kinderschuhen gibt? Von SI (extra schmal), SII (schmal), über MI (mittel) und MII (mittelkräftig) bis W (weit) wird normaler Weise unterschieden. Produziert werden aber Kinderschuhe noch in den drei klassischen Weiteneinteilungen „Schmal/ Mittel/ Weit“. Aus diesem Grund arbeiten heutzutage viele Kinderschuhhersteller mit dünnen Zwischensohlen, über die man je nach Bedarf Paßform und Bequemlichkeit der Schuhe verändern kann.

Füße messen         

Würde ich generell jeder Mutti empfehlen, die unsicher ist, was die tatsächliche Schuhgröße Ihres Kindes ist. Sobald ein Messgerät in einem Geschäft vorhanden ist, lassen Sie die Füße Ihres Kindes messen und die gemessene Größe auch erklären. Wieso eine Schuhgröße erklären lassen? Häh???…Für eine beratende Fachkraft ist es wichtig zu wissen, ob sich ein Kind am Anfang oder am Ende einer Schuhgröße befindet. Denn dazwischen liegen immerhin stattliche 6 mm Unterschied, die ein Kinderfuß im neuen Schuh zum wachsen zur Verfügung hat oder … nicht. Leider fallen nicht alle in Deutschland angebotenen Schuhe so aus, wie sie nach Größenauszeichnung eigentlich sollten. da kann es Unterschiede in der Innenlänge von 1- 2 Größen geben. In einem Fachgeschäft wird Ihnen auch immer an Hand einer herausnehmbaren Sohle gezeigt, wieviel Platz im Schuh tatsächlich für den Fuß vorhanden ist. Auch ohne herausnehmbare Innensohle wird es Ihnen eine versierte und erfahrene Verkäuferin zeigen und demonstrieren können.